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Samstag, 15. September 2012

30. Film: Memento (2000)

"In der Erinnerung kann sich die Form eines Zimmers verändern, die Farbe eines Autos - die Wahrnehmung ist möglicherweise verzerrt. Sie ist nur eine Interpretation, keine Aufzeichnung. Sie ist irrelevant, wenn man Fakten hat."




Durch einen Schlag an den Kopf, verlor Leonard sein Kurzzeitgedächtnis. Seine letzte Erinnerung ist seine sterbende Frau. Trotz fehlendem Gedächtnis will Leonard alles daran setzen, den Mörder und Vergewaltiger seiner Gattin zu finden und mit den eigenen Händen zu töten. Dies stellt sich als schwieriger heraus als gedacht, denn egal, wie weit er mit seiner Jagt kommt, er vergisst es alle fünf Minuten.

In den ersten Minuten des Films sieht man, wie ein Polaroidfoto sich zurück entwickelt. Diese Aufnahme steht für den ganzen Filmablauf. Der Zuschauer sieht die Szenen in dem Takt, in dem sich der Protagonist erinnert. Dabei läuft der Film rückwärts ab. Das bedeutet, er ist ebenso ratlos, wie der Protagonist. Die einzelnen schwarz/weiß Einschübe verwirren dabei zusätzlich und sind gleichzeitig des Rätsels Lösung.

Absolut faszinierender Film. Den Szenen sind klasse gewählt. Der Film hält einige Überraschungen bereit. Es haben sich viele Leute gewünscht, dass ich mir diesen Film ansehe und ich danke ihnen, dass sie das getan haben. Ich habe Memento auf keinen Fall das letzte Mal gesehen.

Freitag, 14. September 2012

29. Film: Thank You for Smoking (2005)

Mit der Thematik dieses Films habe ich mich vor wenigen Wochen auseinander gesetzt, als ich an einer Buchvorstellung arbeitete. Das zu behandelnde Buch war „Das Urteil“ von John Grisham. Es war ein Wunsch eines YouTubers. Schon in dem Video der Buchvorstellung empfehle ich „Thank you for smoking“ und meine Meinung zu dem Film habe ich auch beim wiederholten Sehen nicht geändert.

Nick Naylor ist Lobbyist für die Tabakindustrie. Sein Beruf ist es, Zigaretten anzupreisen und Worte zu verdrehen. Ganz nach dem Motto: „Nicht diskutieren, sondern argumentiere“ redet er die Medienwelt an die Wand. Privat pflegt er Umgang mit einer Vertreterin der Alkohol-Lobby und einem Waffen-Lobbyisten. Sie diskutieren unter anderem darüber, wer die meisten Menschen auf dem Gewissen hat. Für viele Menschen ist Nick das Personifizierte Böse und so ist es kaum verwunderlich, dass auf ihn ein Attentat ausgeübt wird.

Mir ist aufgefallen, dass man im ganzen Film niemanden rauchen sieht. Vor allem der Protagonist wird dargestellt, als könne er  ohne Zigaretten nicht leben und dennoch hat er nie welche in der Hand.

Der Film ist ironisch, unterhaltsam und vielseitig. Er gehört zu einem meiner Lieblingsfilme, darunter fallen alle, bei denen ich nicht müde werden kann, sie zu sehen.

"Michael Jordan spielt Ball, Charles Manson bringt Menschen um, ich rede."

Donnerstag, 13. September 2012

28. Film: Sin nombre (2009)



Ein packender Wettlauf ums Leben.


Mexiko: Casper ist Mitglied der Jugendgang Mara Salvatrucha. Er führt den kleinen Smiley mit in diese Gang, deren Politik von Sex, Gewaltätigkeit und Waffen bestimmt wird. Beide haben die Chance im Rang der Gang aufzusteigen, doch Casper hat ein Geheimnis, dass er mit Smiley versucht zu verbergen. Er hat sich in Martha verliebt und möchte auf keinen Fall, dass die Gang etwas von ihr mitbekommt. Martha versteht das Verheimlichen der Beziehung nicht und wird eifersüchtig. Als sie ihm nachspioniert, wird sie von Lil Mago, dem Anführer der Gang, gesehen. Das Geheimnis fliegt auf und Casper, wie auch Smiley verlieren das Vertrauen der Gang.Deswegen sollen sie mit Lil Mago zu den Zügen gehen. Auf diesen Zügen befinden sich Mexikaner, die aus dem Land fliehen wollen. Für die Jungs das perfekte Ziel zum Ausrauben.

Horacio will mit seinem Bruder und seiner Tochter Sayra von Honduras über Mexiko in die USA flüchten. Den Weg wollen sie mittels eines Güterzuges bestreiten. Sie landen auf den selben Güterzug, wie Lil Mago, der beim Anblick der hübschen Sayra die Hose nicht mehr geschlossen lassen kann. Das Maß ist voll und Casper kann die Machenschaften des Anführers nicht mehr ertragen…

„Eine Hexe hat mir gesagt, du kannst alles erreichen, aber sicher nicht mit Gottes Hilfe! Sondern an der Seite des Teufels.“


Allmählich werde ich ein kleiner Fan von mexikanischen Filmen. Sin nombre zeigt einerseits das Leben in einer Gang und die Gewaltätigkeit zwischen den Jugendlichen. Auf der anderen Seite zeigt er eine zerüttete Familie, die nur aus Hoffnung auf ein besseres Leben zusammen halten. Außerdem geht es um Liebe und wie viel ein junges Herz aushalten kann und was es stark macht.

Mittwoch, 12. September 2012

27. Film: Das Schweigen der Lämmer (1991)

Ich versuche Horrorfilmen und Thriller aus dem Weg zu gehen. Zum Glück führte an diesem Film kein Weg vorbei. Es ist wohl einer der bekanntesten Psychothriller. Das liegt vermutlich an dem Doppelweg den er geht. 

Zum einen geht es um einen Serienkiller, der ein Mädchen nach dem anderen entführt und teilweise häutet. Die Polizei hat keinen Anhaltspunkt, wer der Mörder ist oder wo er sich aufhält, daher wollen sie sich mit  Hannibal Lecter in Verbindung setzen. Hannibal ist ein kannibalischer Psychiater, der im Gefängnis sitzt. Auch er hatte seiner Zeit für viel Aufruhe gesorgt und könnte dank seiner Qualifikation bei der Identifikation des neuen Mörders helfen. Hannibal ist  jedoch sehr gescheit und lässt sich nicht einfach auf einen Deal mit der Polizei ein. Erst mit der Hilfe von Clarice Starling, einer FBI-Anwärterin, kann er geknackt werden. Endlich scheint man dem Täter auf die Spur zu kommen. Es scheint etwas zu spät, denn  Clarice läuft direkt in die Arme des Killers.

Die angesprochene Doppelwegstruktur bezieht sich auf die Hintergrundgeschichten von dem aktuellen Mörder und Hannibal Lecter. Es ist interessant beide Beweggründe kennen zu lernen und in die Tiefen des menschlichen Geistes zu gelangen. Die ekligen Szenen halten sich meiner Meinung nach im Rahmen. Es steht eher die Psyche der Protagonisten im Vordergrund.

Ich finde der Film ist gelungen. Hannibal Lecter wird super dargestellt und versorgt einem ausreichend mit Gänsehaut. Ein weiteres Mal, muss ich mir den Film jedoch nicht ansehen.

Dienstag, 11. September 2012

26. Film: Invictus (2009)



Südafrika befindet sich im Umbruch. Nach der Apartheit liegt es nun an dem neuen Präsidenten Mandela, die schwarz-weiße Nation zu einigen. Ein Mann der 30 Jahre im Gefängnis war, wegen dem weißen Regime, übt sich nun darin, über den Fehlern der alten Regierung zu stehen und sie nicht zu wiederholen. Die Veränderungen lässt er bei der südafrikanischen Rugbymannschaft beginnen, was für viele fragwürdig erscheint. Innerhalb eines Jahres, möchte er das Team zur Weltmeisterschaft führen.
An einer Stelle sagt Mandela: „Das Land hungert nach wahrer Größe.“ Im Lauf des Films wird klar, diese Größe findet man nicht durch das gewinnen der Rugby WM, sondern in einem Mann, der 30 Jahre lang im Gefängnis saß und wenn er frei kommt, denen vergibt, die ihn dort hinein gebracht haben.


Es ist ein Film über wahrer Größe. Ein Film über Vergebung. Ein Film über Einigung. Dieser Film sprüht eine Wärme aus, die unter anderem von Morgan Freemans Lächeln (Nelson Mandela) ausgeht. Dieses Lächeln lässt Herzen höher schlagen und Mauern zersprengen.

In dem Film wird von einem Gedicht gesprochen, dass Nelson Mandela im Gefängnis begleitet hat. Ich fand es sehr schön und wollte es mit euch teilen:

Ich bin der Herr meines Schicksals: Ich bin der Kapitän meiner Seele.

Aus finstrer Nacht, die mich umragt,
durch Dunkelheit mein Geist ich quäl
ich dank welch Gott es geben mag,
dass unbezwungen ist meine Seel

Trotz Pein die mir das Leben war
man sah kein zucken sah kein toben
des Schicksals schläg in großer schar
mein hab voll Blut doch stets erhoben

Jenseits dies Ort voll Zorn und Trän
ragt auf der Alp der Schattenwelt
Stets finden mich der Welt Hyänen

die Frucht an meinem Ich zerschellt

Egal wie schmal das Tor wie groß,
wie viel Bestraffung ich auch zähl
Ich bin der Meister meines Los
Ich bin der Kapitän meiner Seel
(William Henley)


Montag, 10. September 2012

25. Film: Der blutige Pfad Gottes (1999)

Ich habe mich sehr gefreut diesen Film auf der Liste gefunden zu haben. Er gehört zu meinen persönlichen Top-Ten. Ich habe ihn an die 15 Mal gesehen und werde es auch immer wieder tun. Warum ich ihn so gut finde?
  • Eine Story die zum Nachdenken anregt
  • Heiße irische Schauspieler mit tollen Tattoos
  • Viel Witz und schwarzer Humor
  • Eine Handlung die nicht gradlinig verläuft
Kurz und Gut: Ein super gelungener, witziger Actionstreifen.


 "Niemals soll unschuldig Blut vergossen werden. 
Doch das Blut der Gottlosen soll fließen in Strömen. 
Die drei sollen ihre schwarzen Flügel spreizen und werden der Hammer sein der Rache Gottes."

Die irischstämmigen Brüder Connor und Murphy MacManus wollen den  St. Patrick’s Day in ihrem Lieblings-Pub feiern, als drei Männer von der Russenmafia in den Laden kommen und ihn schließen wollen. Es kommt wie es kommen muss. Die Iren lassen sich nichts sagen und lösen das Problem mit Fäusten und Flammen. Am nächsten Morgen werden die Brüder von zwei der Russen überrascht und sollen hingerichtet werden. Doch auch hier wissen sie sich zu wehren. Nachdem sie sich wegen dem Mord an zwei Russen bei der Polizei gestellt haben, werden sie Mittelpunkt der Presse. Um dem Rummel zu entgehen, verbringen sie eine Nacht in Polizeipräsidium, wo sie ihren Auftrag von Gott erhalten, gegen das Böse in der Stadt anzugehen.
Mit ihrem Kumpel Roko, der es satt hat Laufbursche der italienischen Mafia zu sein, machen sie sich daran, die Mafioso der Stadt hinzurichten. Ob Russe oder Italiener, das macht keinen Unterschied, nur kriminell müssen sie sein. Richtig gefährlich wird es, als die italienische Mafia einen Killer auf sie ansetzt.

Der Film wirft die Frage auf: Darf man privat etwas gegen die wirklich bösen Menschen machen, die dem Gesetz immer wieder unter den Händen durchgleiten? Dies wird mit einer fabelhaften Komik zwischen den Brüdern und Roko, der nicht unbedingt ein Held ist, vermittelt.

Mir persönlich gefällt die Szene mit der Katze am liebsten („Ist sie tot?“). Aber das ist vermutlich meinem persönlichen Abscheu gegenüber diesen Tieren geschuldet ^^

Sonntag, 9. September 2012

24.Film: L.A.Confidential (1997)

CSI New York, Navy CIS oder der Monk. Egal auf welchem Sender, jeder hat seine eigene Krimishow. Allmählich gibt es mehr Arten jemanden zu töten und verschwinden zu lassen, wie Sand am Meer (wo ich nebenbei gesagt, meine Tag heute verbracht habe). Bei dieser Vielzahl an Krimisendungen habe ich eigentlich keine Lust auf einen Krimifilm. Dies muss Curtis Hanson gewusst haben, als er L.A. Confidential drehte. Denn der Streifen ist alles andere, als ein durchschnittlicher Krimi. Allein die Starbesetzung spricht schon Bände: Kevin Spacey, Russell Crowe, Guy Pearce, James Cromwell, Kim Basinger, Danny DeVito und David Strathairn.

Nachdem der Gangster-Boss Mickey Cohen in Hollywood verhaftet wird, entsteht ein Machtvakuum, das gefüllt werden muss. Die Frage ist, wer füllt dieses Loch?
Ein Massenmord, bei dem auch ein Ex-Polizist umkam, rüttelt die Polizei auf. Detective Lieutenant Ed Exley, der erst wenige Jahre im Dienst ist, möchte diesen Fall im Alleingang lösen und wendet sich nur an Sergeant Jack Vincennes, der gerne im Rampenlicht steht. Zusammen machen sie sich daran, ihr Image aufzupolieren. Ob sie den wahren Mörder finden, scheint zweitrangig zu sein. Officer Wendell „Bud“ White war Partner des verstorbenen Ex-Polizisten. Ihm liegt viel daran den Mörder zu fassen. Doch seine impulsive Art steht ihm dabei im Weg.
In Hollywood flechtet sich ein Netz aus Sex, Drogen, Pornos und Morden, in deren Mitte die Polizisten eine Spur zu finden versuchen. Doch wie sehr sie sich auch bemühen, es gibt jemanden, der weiß, wie man Spuren verwischt.

 "Geh wieder zurück nach Jersey Kumpel... 
Hier ist nämlich die Stadt der Engel, und du hast keine Flügel."

Ich finde diesen Film sehr gut gemacht. Der vielen Verflechtungen machen den Film vielseitig und spannend. Die Schauspieler sind perfekt gewählt. Ich kann euch nur empfehlen zu diesem Film zu greifen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Roman Stadt der Teufel von James Ellroys, auf den der Film basiert, lesenswert ist. Vielleicht, werde ich auch einmal nach ihm greifen.