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Dienstag, 18. September 2012

32. Film Sin City (2005)

Ich liebe den Aufbau dieses Films. Zunächst wird man in eine kurze Szene hineingeschleudert, die man ewig nicht einordnen kann, bis man dann den Schluss gesehen hat. Im Grunde ist der Film in sechs Teile aufgeteilt. Jeder Teil hat mit dem anderen zu tun. Zeitlich und vom Szenario überschneiden sie sich sogar manchmal.
Da wäre zunächst der Auftragskiller. Dann der Polizist auf der Jagd nach einem Kinderschänder. Das Biest, das auf der Suche nach einem Frauenmörder ist. Ein gelbes Monster, dessen Tot unglaublich viel Spaß macht.

Ich habe Angst, von der Handlung zu viel zu verraten, denn diesen Film muss man einfach ungehindert auf sich wirken lassen. Er ist super durchdacht und mit einer spitzen Technik umgesetzt. Man hat schon einige Comicverfilmungen, wie beispielsweise Spiderman oder Batman gesehen, doch sie bleiben ihrem Genre nicht treu. Mit Schwarz-Weiß-Effekt und bunten Hervorhebungen, sowie Comicausschnitten der Szenen, suggeriert dieser Film ein rundes Comicerlebnis.

Ich kann diesen Film einfach nur weiter empfehlen!


"Bleib clever, bleib cool. Es wird Zeit, deinen Freunden zu beweisen, 
dass Du einen Dreck wert bist. 
Manchmal heißt das "sterben" und manchmal heißt das "ne Menge Leute töten."

Montag, 17. September 2012

31. Film: Pans Labyrinth (2006)

1944 – Spanischer Bürgerkrieg: Ofelia ist mit ihrer Mutter auf dem Weg zu dem Hauptquartier eines Trupps, das Jagd auf Partisanen macht. Die Mutter ist schwanger und hat erst kürzlich den Hauptmann dieses Quartiers geheiratet. Ofelia ist überhaupt nicht zufrieden. Der neue Man ihrer Mutter ist außergewöhnlich brutal und belächelt ihr Interesse für Übernatürliches. Ofelia weiß aber, dass es Feen gibt, denn sie hat sie selbst gesehen. In der Nähe des Hauptquartiers gibt es ein Labyrinth, das zu einem Königreich führt, welches nur von der verschwundenen Prinzessin betreten werden kann. Ein Pan erkennt die verschwundene Prinzessin in Ofelia und möchte ihr den Weg dahin zeigen, doch zunächst muss sie drei Aufgaben erfüllen, um zu beweisen, dass sie sich noch nicht zu sehr den Menschen angeglichen hat. Die Aufgaben haben es in sich und erhöhen den Spannungsfaktor. Während Ofelia mit den Aufgaben beschäftigt ist, kämpft ihre Mutter ums Überleben und der Bürgerkrieg ist im vollen Gange.

Ich finde die Geschichte gut gemacht. Es ist sehr romantisch, wie zu Beginn die Geschichte der verschwundenen Prinzessin berichtet wird. Am besten gefällt mir, dass das Ende offen für Interpretationen ist. Ich habe gedacht, der Film sei für jüngere Zuschauer, doch er ist Stellenweise echt brutal.

Wer ein Märchen für Erwachsene ansehen möchte, dass in einem historischen Kontext gebettet ist, ist bei diesem Film genau richtig.

Sonntag, 16. September 2012

3. Spezial: Liebe lieber indisch (2004)



Ein indisches Pride & Predjudice? Ich war geschockt, als ich davon erfuhr. In solchen Momenten zitiere ich gerne aus meiner Lieblings Austen Adaption  Lost in Austen:

Amanda Price: “Hear that sound, George? Duh-uh-uh-uh! That's Jane Austen spinning in her grave like a cat in a tumble-dryer.”

Wenn man kurz ohne jegliche Vorurteile bezüglich Bollywood überlegt, so ist Indien eins der wenigen Länder heutzutage, in denen Ehen noch arrangiert werden. Für die Thematik in Stolz und Vorurteil ist dieser Fakt nicht ganz unerheblich und wird auch in diesem Film hervorgehoben.

Von der Handlung bleibt der Film sehr stark an der Handlung von Jane Austens Geschichte. Auf der einen Seite gibt es eine  indische Familie, mit vier Töchtern, die es zu verheiraten gilt. Auf der anderen Seite kommen reiche, britische Freunde eines Bekannten zu einer Hochzeit, die sofort mit den Töchtern verheiratet werden sollen. Der amerikanische! Darcy hält nichts von den indischen Feiern und Traditionen und lässt dies auch alle spüren. Lalita ist die Einzige, die diesem Snob Einhalt gebietet. Man darf sich auf indische Lydias, Collins, Wickhams und amerikanische Snobs freuen. Die ganze Bandbreite an verqueren Charakteren wird aufgefahren.


Der Film lehnt sich stark an die Stolz und Vorurteil Verfilmung aus dem Jahre 2002 (mit Keira Knightley) an, aber auch die BBC Verfilmung von 1995 ist als Vorbild zu erkennen. Teilweise werden genau die geleichen Szenen nur in „indisch“ dargestellt. Mr. Darcy ist Amerikaner, der in Groß Britannien lebt. Warum musste das denn sein?! Musste man unbedingt noch einen Amerikaner in diesen Film schmuggeln? Darcy nicht durch und durch britisch zu zeigen finde ich sehr störend und unpassend für seine Rolle. Doch ich würde selbst einen amerikanischen Darcy hinnehmen, wenn die lieben Inder doch bitte, bitte in ihre Muttersprache singen würden. Der Gesang findet leider in Englisch statt. Wer weiß wie Inder in der Regeln englisch sprechen, kann sich ungefähr vorstellen, wie nervig das ist. Ich habe kaum ein Wort verstehen können. Stellenweise wusste ich überhaupt nicht, um welche Sprache es sich eigentlich handelt. Natürlich gibt es auch keinen Untertitel, denn sie singen ja auf „Englisch“…

Der Film war ganz witzig. Ich fand es interessant, wie die Charaktere auf indisch dargestellt werden. Die englischen Lieder sind aber wirklich ein schweres Manko und haben mich sehr genervt. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

Samstag, 15. September 2012

30. Film: Memento (2000)

"In der Erinnerung kann sich die Form eines Zimmers verändern, die Farbe eines Autos - die Wahrnehmung ist möglicherweise verzerrt. Sie ist nur eine Interpretation, keine Aufzeichnung. Sie ist irrelevant, wenn man Fakten hat."




Durch einen Schlag an den Kopf, verlor Leonard sein Kurzzeitgedächtnis. Seine letzte Erinnerung ist seine sterbende Frau. Trotz fehlendem Gedächtnis will Leonard alles daran setzen, den Mörder und Vergewaltiger seiner Gattin zu finden und mit den eigenen Händen zu töten. Dies stellt sich als schwieriger heraus als gedacht, denn egal, wie weit er mit seiner Jagt kommt, er vergisst es alle fünf Minuten.

In den ersten Minuten des Films sieht man, wie ein Polaroidfoto sich zurück entwickelt. Diese Aufnahme steht für den ganzen Filmablauf. Der Zuschauer sieht die Szenen in dem Takt, in dem sich der Protagonist erinnert. Dabei läuft der Film rückwärts ab. Das bedeutet, er ist ebenso ratlos, wie der Protagonist. Die einzelnen schwarz/weiß Einschübe verwirren dabei zusätzlich und sind gleichzeitig des Rätsels Lösung.

Absolut faszinierender Film. Den Szenen sind klasse gewählt. Der Film hält einige Überraschungen bereit. Es haben sich viele Leute gewünscht, dass ich mir diesen Film ansehe und ich danke ihnen, dass sie das getan haben. Ich habe Memento auf keinen Fall das letzte Mal gesehen.