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Sonntag, 3. Januar 2016

Backe, backe Brot

Seit über einem Jahr backe ich mein Brot nun selbst. Bisher greife ich dazu noch zu Backmischungen. Damit kann wirklich jeder sein eigenes Brot ganz einfach machen. Ich habe mir aber fest vorgenommen in Zukunft mein Brot selbst anzumischen.


Motiviert werde ich dazu auf besondere Weise von dem Weihnachtsgeschenk meiner großen Schwester. Ich bekam ein Bread Maker von Lékué. Er ist aus Silikon. Darin lassen sich die Zutaten abwiegen und wunderbar kneten. Ich habe das erste Mal mit der Hand geknetet und es klappte wunderbar. Durch das Silikon bleibt auch fast nichts an der Backform hängen. Der Teig geht in der Form auf und lässt sich anschließend wunderbar in die Form kneten, die der Bread Maker vorgibt. Nun nur noch verschließen und schon kann das ganze in den Ofen. Durch den Verschluss verteilt sich die Wärme gleichmäßig und das Brot wird rundum goldbraun. Es hat wirklich super funktioniert. Nun bin ich gleich dreimal so motiviert mein eigenes Brot zu backen :)




Natürlich habe ich das Brot auch gleich verspeist. Mit Humus auf meinem neusten Handarbeitsprojekt. Mehr dazu bald auf knit-for-benefit


Papierstich

Im letzten Schuljahr hatte wir das Fach Exegese. Darin lernten wir Bibeltexte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten um ihre Bedeutung zu rekonstruieren. Ich fand es sehr hilfreich und nutze die Methoden heute noch, wenn ich mich mit der Bibel auseinandersetze. Es ist erstaunlich, wie viel man in den Texten entdecken kann, wenn man weiß, worauf man achten muss und sich Zeit nimmt, ihn  genau kennen zu lernen.

Unser Unterricht war wirklich gut und als Dank haben wir unserer Lehrerin ein Buch geschenkt, in dem jeder eine Seite gestaltet. Da ich als Handarbeiterin in meiner Klasse bekannt bin, wollte ich irgendwas mit Wolle machen. Aus der Idee entstand folgende Darstellung:


Zu sehen ist Jona und der große Fisch. Die Geschichte haben wir exegetisch auseinander genommen. Ich habe mir dafür Inspiration im Internet gesucht und dann das Bild mit Bleistift vorgemalt. Anschließend stach ich mit Nadel und Faden die Linie nach. Besonders das Gesicht war ziemlich schwierig, weil es zu detailliert war, aber für meinen ersten Versuch ist es mir ganz gut gelungen. Ich kann mir vorstellen, auch in Zukunft Karten damit zu gestalten :)


Montag, 2. November 2015

Evangelisation

Ich habe nun endlich meinen ganz eigenen Platz um kreativ zu werden, mit Papier, Farbe und Tinte sprudelt es dann ab und zu aus mir raus, zum Beispiel so:




Montag, 19. Oktober 2015

Atemübungen

Wenn ich mich freue, muss ich es teilen. Ich möchte meine Freude in die ganze Welt hinausposaunen, damit sich jeder auch daran freuen kann. Leider musste ich im Laufe meines Lebens feststellen, dass sich nicht alle über die gleichen Dinge freuen wie ich. Aber das ist ok, deswegen wende ich mich mit diesem Post an Menschen, die sich an folgendes freuen:

  • ein kurzweiliges Vergnügen, das lange währt
  • einen entkommen aus der Welt, indem man ein Stückchen mehr der Welt entdeckt
  • reflektieren des eigenen und des anderen Verhaltens
  • ein Buch, dass sprachlich, dynamisch und inhaltlich verzaubert und verreisen lässt.

Vor einigen Jahren habe ich in dem Magazin „Bücher“ einen Artikel über die Autorin Anne Tyler gelesen. Ihr Schreibstil wurde hochgelobt und klang vielversprechend. Daraufhin musst eich mir sofort ein Buch von ihr zulegen und das Überprüfen. Leider musste das Überprüfen warten, denn ich kam auf die Bibelschule und die viele Zeit zum Lesen von unterhaltsamer Literatur war leider vorbei. In den letzten Wochen zwinge ich mich aber dazu, mir Raum für diese Bücher zu nehmen, weil ich gemerkt habe, wie sehr sie mir fehlen. Umso wichtiger ist es, dass das gelesene Buch dann auch wirklich gut ist; da bin ich geradezu schneubig geworden.

Wie gut, das ich vor ein paar Wochen zu Anne Tylers Buch „Atemübungen“ gegriffen habe. Das Buch handelt von einem Ehepaar, das 24 Jahre verheiratet ist. Es begleitet die beiden einen Tag lang und deckt während dessen Stück für Stück ihre Familiengeschichte und eigene Identität auf. Selten war ein Tag in einer Ehe so spannend beschrieben, so facettenreich dargestellt und so anregend gefüllt.


"Ehe und Familie gehören 
zu den wenigen Dingen, 
aus denen man nicht so einfach rauskommt. 
Man muss sich irgendwie damit arrangieren" 
(Anne Tyler)

Das Buch bietet vieles, was ich bei Büchern wichtig finde:
  • Es ist sehr gut geschrieben und voll mit Kunstgriffen. Am liebsten gefallen mir die Rückblenden, die so fließend in die Geschichte eingebaut werden, dass man sie gar nicht bemerkt und plötzlich hat sich vor einem ein halbes Leben ausgebreitet, einfach so.
  • Das Buch bietet die Innenansicht von zwei Protagonisten. Eigentlich mag ich diese Perspektive nicht so sehr, doch Tyler arbeitet unglaublich gut damit. Sie deckt dadurch kommunikative Missstände in der Partnerschaft auf. Im Laufe des Romans verändert sich meine Perspektive immer wieder. Irgendwann wird mir dann klar, alles ist eine Sache der Perspektive und daher sollte man nie zu voreilig urteilen.
  • Und damit komme ich zu meinem letzten und wichtigsten Punkt: Das Buch regt zum Nachdenken an, zum Reflektieren, zum Meinungen über Bord werfen oder erweitern.
Bei meinen Recherchen zu diesem Post habe ich herausgefunden, dass dieser Roman sogar mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet ist. Ich bin also nicht die einzige, die von diesem Buch eingenommen wurde ;)

Wer noch mehr über Anne Tyler erfahren will, findet einen guten Artikel in der Zeit.

Montag, 20. Juli 2015

Pfannenwünsche

Ich lebe in einer WG. Das wollte ich nie, doch nun habe ich eben den Salat. Ich finde, wir haben das auch die letzten 2 Jahre sehr gut gemacht, wenn man bedenkt, dass wir eine solch zurückgezogene und stetig beschäftigte Person dabei haben, wie ich es eine bin ^^ Es ist nun einmal so, wenn ich zu Hause bin, dann habe ich gerne meine Ruhe und ziehe gern mein Ding durch, was in einer WG leider nicht immer so geht, aber so ist das nun mal.

Was ich dagegen weniger gerne hinnehme, ist der starke Verschleiß von Gegenständen. Zerbrochene Tassen, zerkratze Auflaufformen, verlorene Tubadeckel oder verbogene Pfannen. Das ist nicht schön und ich finde das muss auch nicht sein.

Aus diesem Grund habe ich mich einmal hingesetzt und genau recherchiert, was denn eine Pfanne genau braucht, damit sie ein langes Leben hat. Beim Lesen sind mir Bilder in den Kopf gekommen, die der ein oder andere vielleicht etwas kindisch findet. Ich dagegen finde sie recht einprägsam und deswegen habe ich daraus schnurstracks eine kleine Übersicht gemacht, in der die Pfanne mal sagt, wo es lang geht. Ich werde versuchen diese kleinen Pfannenwünsche in meiner WG zu verbreiten. Vielleicht möchte der ein oder andere auch so eine tolle Wunschliste, dann darf er sie gerne downloaden:










Pfannen.pdf




Auf ein langes Leben unserer Pfannen!

Fast nackt von Leo Hickman


Das Buch ist mir einfach so in die Hände gefallen und lag da genau richtig. Ich habe es geradezu verschlungen. Immer bewaffnet mit Zettel und Stifte saugte ich jedes einzelne Wort auf, lachte mich schlapp und freute mich über viele neue Erkenntnisse. 

In dem Buch berichtet der britische Reporter Leo Hickman von seinem Versuch ein Jahr lang ethisch korrekt zu leben. Drei Berater lädt er sich dafür nach Hause ein, die ihm sein ganzes Leben auf dem Kopf werfen und zerpflücken. Ehrlich, humorvoll und facettenreich wird der Haushalt Stück für Stück auf ethische Handlungsweisen untersucht. Sein damaliges Projekt wurde im Guardian veröffentlicht. Hickman erhielt viele Zuschreiben, die sein Handeln kommentieren und von eigenen Erfahrungen berichten. Ausgewählte Zuschreibungen ergänzen Hickmans eigene Erfahrungen im Buch und machen das Bild dadurch noch vielseitiger. Ich habe mich sehr über die verschiedenen Stimmen gefreut. Dadurch habe ich gesehen, dass man doch nicht allein mit seinen Ideen, Wünschen und Veränderungen ist. Ab und zu hat mich das uch aber auch wirklich frustriert. Gerade die drei Berater konnten auf das Kleinste genau sagen, was alles schief läuft. Irgendwann hab ich mich fast in eine Holzhütte im Wald gewünscht... doch das ist ja auch keine Lösung. Folgende Einsendung aus dem Buch hat mich dagegen sehr ermutigt, deswegen möchte ich sie mit euch teilen.


In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg, 
mit eurem Weg die Welt ein Stückchen besser zu machen :)

The world...