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Donnerstag, 23. August 2012

9. Film: Leaving Las Vegas

Ben Sanderson, von seiner Frau verlassen, geht nach Las Vegas, um sich dort zu Tode zu trinken. Dort lernt er Sera, eine Prostituierte kennen. Beide merken schnell, dass sie Gefühle für einander haben und bauen eine Beziehung zueinander auf. Schließlich zieht Ben bei Sera ein, unter der Bedingung; dass er sich weiter betrinken kann. Gemeinsam genießen sie die Zeit zusammen und verletzten sich gegenseitig, der eine im Vollrausch und die andere mit ihrem Job. Dass das nicht gut enden kann, ist von Anfang an klar.

Schonungslos und ohne Kitsch stellt dieser Film die Abgründe von Alkoholsucht und Prostitution dar. Gleichzeitig entsteht eine ehrliche Liebesbeziehung, die der einzige Hoffnungsschimmer ist. Nur manchmal ist Liebe eben nicht genug.

 
"Nettes Gespräch, trink ruhig weiter. 
Zwischen deinen unzähligen Atemzügen und der Alkoholfahne 
rutschen dir zwischendurch in all deinem Gelalle ganz interessante Worte raus."

Mittwoch, 22. August 2012

8.Film: The Fountain (2006)

"Diese Zeiten sind finster. Doch so dunkel ein Schatten auch sein mag, 
es bedroht ihn das Licht des Morgens." 


Puhh, also dieser Film bringt mich an meine Grenzen. Drei Handlungsstrenge, die ineinander verwoben sind und eines gemein haben, die Suche nach dem Ewigen Leben. Eine Handlungsbeschreibung wird dem Film nicht gerecht, deswegen möchte ich nur das knappe Konzept des Filmes darstellen. Ich denke, dass man den Film besser verstehen wird, wenn man diese Hintergründe kennt.


Der Film handelt von der Angst des Verlusts. Ein Verlust der durch den Tot eines Menschen stattfindet. Auf drei verschiedenen Arten versucht ein Mann seine geliebte Frau vor dem Tot zu retten. Die Suche nach der Quelle des ewigen Lebens, endet mit dem finden des Heilmittels. Nicht die Wiedergeburt, sondern die Akzeptanz des Sterbens, als Kreislauf der Natur.

Es ist kein einfacher Film und man muss ihn wirklich aufmerksam betrachten, um ihn verstehen zu können. Möchte man sich etwas zum Nachdenken und Philosophieren ansehen, dann ist er genau richtig.

Dienstag, 21. August 2012

7. Film: Butterfly Effect (2004)

Ich habe mir gedacht, ich werde die themenverwanten Filme hintereinander vorstellen. Gestern habe ich „Mr. Nobody“ gesehen und beschrieben. Heute ist der „Butterfly Effect“ an der Reihe. Diesen Film habe ich im Teenageralter mehrere Male gesehen, aber die Handlung war mir nicht mehr ganz present. Ich wusste nur noch, dass ich damals begeistert von dem Film war.


"Wenn ich Narben verursachen kann, kann ich sie auch heilen?"

Der prägnante Unterschied zwischen den Filmen ist, dass bei „Mr. Nobody“ dem Jungen alle Entscheidungen bevor stehen. In „Butterfly Effect“ wurden dagegen in der Vergangenheit Fehler begangen, die der Protagonist rückgängig machen möchte. Er findet heraus, dass er dies dank seines Tagebuchs und fehlenden Erinnerungen machen kann. In dem Versuch das Vergangene zu ändern verstrickt er sich immer tiefer in den Folgen seiner Änderungen. Statt besser, macht er alles nur noch schlimmer… 

Auch in diesem Film wird gezeigt, wie die kleinste Änderung alles auf den Kopf stellen kann. Es ist interessant, welche verschiedenen Schicksale möglich sind.
Meine frühere Begeisterung teile ich nicht mehr. Ich finde den Film ganz nett, aber ihm fehlt etwas. In meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass es einen Directors Cut mit mehr Szenen und einem anderen Ende gibt. Ich möchte an dieser Stelle nicht verraten, wie das Ende aussieht. Ich kann nur sagen, dass es dem Film mehr als gerecht wird und euch empfehlen diese Version zu sehen, wenn sich euch die Gelegenheit dazu bietet.

Es gibt zwei Fortsetzungen von „Butterfly Effect“. Habt ihr sie vielleicht gesehen und könnt davon berichten?

Montag, 20. August 2012

6. Film: Mr. Nobody (2009)

Mit dem heutigen Film habe ich mir sehr schwer getan. Er wiedersetzt sich allen Regeln der Vernunft und ist so widersprüchlich, wie eine Handlung nur sein kann.


Ich schätze einige kennen den Film „Butterfly Effect“ (Wenn nicht, dann warte den morgigen Tag ab ;) ). „Mr. Nobody“ ist meiner Meinung nach die erwachsene Form davon. Es behandelt das Thema, was wäre wenn, ich in dieser oder jenen Situation nur ein Wort mehr gesagt hätte. Dies wird dargestellt, indem viele verschiedene Handlungsabläufe nebeneinander her laufen, die alle ihren Ursprung bei einem kleinen Jungen haben, dessen Eltern sich scheiden lassen. Dieser Junge steht vor der Wahl, zu welchem Elternteil er gehen soll und diese offene Wahlmöglichkeit ist der Beginn von vielen weiteren. 

„You have to make the right choice. 
As long as you don't choose, everything remains possible.”

Den Film kann man nicht einfach nebenher anschauen. Er ist unglaublich komplex und verlangt viel Aufmerksamkeit, damit man ihn überhaupt ansatzweise verstehen kann. Interessant und gut gemacht, aber gleichzeitig etwas verstörend. Ich habe einen Protagonisten noch nie so oft, auf so verschiedene Art und Weisen sterben sehen.

“It should be written on every schoolroom blackboard: 
life is a playground or nothing.” Han

Sonntag, 19. August 2012

5. Film: Das Leben ist schön


Das Leben ist schön. Heute ist ein herrlicher Sonntag. Die Sonne strahlt und zeigt uns, dass sie in Deutschland noch etwas zu sagen hat. Für meinen Geschmack, zeigt sie sich ein bischen zu sehr, doch das ist bekanntlich Ansichtssache. Wir hatten einen wunderschönen Half-Open-Air-Gottesdienst mit anschließendem Festmahl und Sommerfeier. Dafür war das Wetter sehr gut geeignet. Und so schreibe ich, beeinflusst von diesem schönen Tag, über den besonders schönen Film: Das Leben ist schön.

Ich habe diesen Film im Teenageralter gesehen. Es handelt vom Holocaust, ein Thema, das mich sehr interessiert hat. Neben „Anne Frank“, „Die Zuflucht“ und „Schindlers Liste“ einer der besten Filme über diese Thematik. Das Besondere an diesem Film ist, dass er nicht einfach nur die grauenvollen Tatsachen darstellt, sondern mit seinem optimistischen Protagonisten auf die schönen Seiten des Lebens hinweist.

Roberto Benigni, der die Regie und die Hauptrolle übernommen hat, spielt Guido Orefice, einen jungen verheirateten Mann, der einen kleinen Sohn hat. Er ist ein lebensfroher Mensch, der mit seinem Witz und seinem Charme die Herzen seiner Mitmenschen gewinnt. Alles erscheint in  einer wundervolle italienische Familienidylle, bis der Nationalsozialismus in Italien an Macht gewinnt. Die Familie wird deportiert, weil sie jüdischer Abstammung sind und kommen ins Konzentrationslager. Guido Orefice möchte verhindern, dass sein Sohn die Ausmaße ihres Schicksals versteht und denkt sich für ihn ein Spiel aus. Mit Witz und Fantasie erleichtert er seinem Sohn die Zeit im KZ.

Der Film ist rührend und Guido Orefice wird mit einer unglaublichen schauspielerischen Leistung dargestellt. Es ist kein Wunder, dass Roberto Benigni mit diesem Film den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, die beste Musik eines Dramas und den besten Hauptdarsteller bekommen hat. Ich kann nur jedem empfehlen sich dieses kleine Stück Glück anzusehen und sich von Guido Orefice unterhalten zu lassen.

Samstag, 18. August 2012

4. Film: Boogie Nights (1997)


Da ich heute Abend mit meinen Freunden ausgehen möchte, habe ich mir gedacht einen Film zu wählen, der nach Feiern klingt. Das war keine leichte Aufgabe, bei dieser Liste. Schließlich traf meine Wahl auf „Boogie Nights“. Als ich dann las, dass es um die Pornoindustrie geht, hatte ich eher weniger Lust darauf. Ist die Wahl jedoch getroffen, sehe ich mir den Film auch an.



Der Film beginnt witzig und mit Dialogen wie:
„Ich möchte, dass du jetzt rüber gehst und dich zu Eddie auf die Couch setzt.“
„Aber gern. Sollen wir ficken?“

Man bekommt den Eindruck, dass es um eine große heile Familie geht, die gemeinsam Erotikfilme dreht. Erst als einer der Crew an Silvester seine Frau erschießt beginnt die Fassade der Industrie zu bröckeln. Jeder hat mit den Folgen der Schauspielerei im Pornogeschäft und den Drogen auf seine Art zu kämpfen.

Der Film war keine Inspiration für meinen Feierabend, aber packendes Drama, das auch einen Ouroboros zu bieten hatte. Am besten hat mir die 70er/80er Atmosphäre gefallen. Ich stehe auf diesen Flair, den die Kleidung, Musik und Filmaufnahmen ausstrahlen.

Freitag, 17. August 2012

3. Film: Adaption (2002)


Die ersten beiden Rezensionen waren echt ziemlich schlecht. Eine Zusammenfassung und grobe Beurteilung der Qualität des Films findet man in Massen im Internet und ich war kurz davor, mich in diesen Massen einzugliedern. Doch wieso sollte man lieber meinen Blog lesen, als den Wikipediaeintrag, in dem alle wichtigen Informationen stehen?
Die Antwort auf diese Frage muss jeder für sich selbst finden und ich hoffe, ihr nehmt euch dir Zeit und Mühe dafür. Ich für meinen Teil, bemühe mich euch die Möglichkeiten dafür zu geben. Nun genug der allgemeinen Worte. Kommen wir zu Film drei.

Es kotzt mich nun schon nach dem dritten Film an, dass sie so scheiße gut sind. Ich wollte die Filme zerreißen, inklusive der Liste, auf der sie stehen. Doch sie haben ihren Listenplatz redlich verdient.
Den heutigen Film finde ich bisher am besten. Das könnte unter anderem daran liegen, dass ich mich mit dem Protagonisten identifizieren kann. Es geht um einen Drehbuchautor mit Geheimratsecken und einem dicken Hintern, den er nicht hoch bekommt. Statt dessen bekommt er etwas anderes das ein oder andere Mal hoch, doch das ist eine andere Geschichte.


Nicolas Cage macht sich sehr gut in der Doppelrolle der dicken Drehbuchautorzwillinge. Die Zwillinge arbeiten jeweils auf ihre Art an einem Drehbuch, der eine voller Verzweiflung an der Umsetzung eines Blumenbuchs und der andere voller Naivität an seinem Debüt. Im Laufe der Geschichte verdichtet sich das Geschehen und lässt vermuten, dass es sich um einen Ouroboros, eine Schlange, die sich in ihren eigenen Schwanz beißt, handelt. Man beginnt jedoch daran zu zweifeln, dass die Schlange wirklich ihren Schwanz zu fassen bekommt, wenn der Protagonist beginnt hinter die Fassade des Buches zu schauen und sich darin verwickelt.


Ein Film der schreit: 
„Bekomm deinen Arsch hoch und beginn zu lieben, auch wenn du nicht zurück geliebt wirst, denn diese Liebe kann dir keiner nehmen.“