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Montag, 1. Oktober 2012

This is the End & "Simon Birch" (1998)

Der ein oder andere, der meinen Blog regelmäßig besucht, wird bemerkt haben, dass meine Posts nicht mehr regelmäßig kamen. Dies lag unter anderem an einer Nasenoperation, die ich machen lassen musste, und Arbeits-, wie auch Hausarbeitsstress. Gestern Abend habe ich einen Jugendgottesdienst besucht, bei dem es in der Predigt unter anderem darum ging, sich zu überlegen, mit welchen Dingen man seine Zeit verschwendet, die eigentlich nicht sein müssten. Dabei ist mir sofort mein Filmprojekt eingefallen, was mir einiges an Zeit geraubt hat. Deswegen habe ich mich gestern entschlossen, das Projekt in dieser Form nicht mehr weiter zu führen. Ich werde weiterhin Filme aus der Liste schauen und die mir gefallen hier rezensieren, aber dies wird bei weitem nicht täglich statt finden. Außerdem möchte ich mein Themengebiet erweitern. Eigentlich bin ich nämlich ein Buchliebhaber und das Schreiben über Bücher habe ich sehr vermisst. Der Blog wird sich auch um allerlei Alltägliches und Nichtalltägliches drehen, wie es mir eben in den Sinn kommt.

Ich hoffe meine Follower sind nicht allzu enttäuscht von meiner Kapitulation und werden den frischen Wind genauso sympathisch finden, wie meine kurzen Filmrezensionen. Ich freue mich auf euer Feedback!

Zum Abschluss des Projekts möchte ich euch noch einen letzten Film vorstellen. Dieser Film begleitet mich seit meiner Kindheit und war mir schon das ein oder andere Mal wegweisend: 

Samstag, 29. September 2012

43. Film: Garden State (2004)

Andrew Largeman versucht sein Glück als Schauspieler in L.A. eher schlecht als recht. Als er eines Morgens nach einem seltsamen Traum erwacht, bekommt er ein Anruf von seinem Vater. Dieser berichtet ihn, dass seine Mutter gestorben ist. Die Art, wie er es seinem Sohn eröffnet, lässt vermuten, dass die Familienbeziehungen gestört sind.
Andrew macht sich auf dem Weg zur Beerdigung in New Jersey. Dort trifft er auf seine ehemaligen Schulkameraden, die ihn direkt einladen, mit auf eine Party kommen, die im Drogenrausch endet. Dort trifft man auch auf den grandiosen Schauspieler Jim Parsons von The Big Bang Theory.
Als Andrew wegen seiner Kopfschmerzen zum Arzt geht, trifft er auf die witzige und verrückte Sam. Sie holt ihn aus seiner Lethargie heraus und Andrew beginnt über sich und seine Situation nachzudenken.

"Wenn du nicht über dich selbst lachen kannst, 
kommt Dir das Leben viel länger vor, als dir lieb ist."
Garden State ist das Regie- und Drehbuchdebüt des Scrubs-Darstellers Zach Braff, der in dem Film auch die Hauptrolle spielt. Natalie Portman spielt die Rolle der Sam. Der quirlige und außergewöhnliche Charakter von Sam hat mich irgendwie an Scrubs erinnert. Ich mag sie sehr gerne, weil sie sehr ernst sein kann, aber auch verrückt und witzig. Eine schöne Mischung.

Freitag, 28. September 2012

42. Film: True Grit (2010)



Der Vater der 14-Jährigen Mattie Ross wird von einem Tom Chaney getötet. Mattie hat die Aufgabe, sich um die Beerdigung zu kümmern. Sie selbst interpretiert diese Aufgabe als Aufforderung, für die Ergreifung und Hinrichtung des Mörders zu sorgen. Nachdem sie genug Geld zusammen hat, versucht sie einen Marshall anzuheuern, der ihr auf der Jagd behilflich sein soll. Dieser hat aber überhaupt keine Lust mit einem 14-jährigen Mädchen durch die Berge zu reiten. Er macht sich lieber mit dem Texas Ranger LaBoeuf auf den Weg. Die dickköpfige Mattie lässt sich das nicht gefallen und jagt den Männern hinterher, die sie schließlich doch an der Backe haben. Voller Unlust und lauter Streitereien sucht das Trio die Spuren einer Räuberbande, zu der vermutlich auch Chaney gehört.

 
"Man muss für all´seine Taten in dieser Welt bezahlen, so oder so. 
Nichts ist umsonst - außer Gottes Gnade."

Ich finde den Film ganz witzig. Ich mag die Figur der störrischen Mattie und wie sie alle damit in den Wahnsinn treibt. Die Jagd nimmt die ein oder andere überraschende Wendung und ist auch nicht so happyendlastig, wie es eine so junge Protagonisten vermuten lässt.

Kennt jemand von euch die erste Verfilmung des Buches? In Deutschland ist sie unter dem Titel Der Marshall 1969 erschienen. Ich frage mich, ob es sich lohnt, den Film zu sehen und mit der Neuverfilmung zu vergleichen.

Donnerstag, 27. September 2012

41. Film: Jarhead (2005)



Jarhead hat mich sehr überrascht. Ich hatte mich darauf eingestellt endloses Geballer, Blut und Leid zu Gesicht zu bekommen. Stattdessen zeigt mir der Film die langen Tage eines US Soldaten in der Wüste.

"Eine Geschichte. Ein Mann feuert viele Jahre mit seinem Gewehr, 
und zieht schließlich in den Krieg. Dannach kehrt er nach Hause zurück, und er stellt fest, 
egal was er ab jetzt in seinem Leben tut, ob er ein Haus baut, eine Frau liebt, 
die Windeln seines Sohnes wechselt, er bleibt für immmer ein Jarhead. 
Und all die anderen Jarheads, das Töten und Sterben, wird immer ein Teil von mir sein. 
Wir sind immer noch in der Wüste."

Anthony Swofford tritt in die Fußstapfen seines Vaters und meldet sich 1989 bei den Marines als Soldat. Doch hatte er nicht mit dem gerechnet, was auf ihn zukommt. Von seinem Ausbilder gehasst und seinen Kameraden verspottet, beginnt er an seiner Entscheidung zu zweifeln. Erst als Staff Sergeant ihm eine Ausbildung als Scout Sniper anbietet, fühlt er sich am richtigen Platz. Doch auch bei dieser Ausbildung hat er mit einem nervenzereibenden Training zu kämpfen. 1990 kündigt George W. Bush eine defensive Militäraktion gegen den irakischen Präsident Saddam Hussein an. Endlich scheint die Zeit für Swofford und seinem Team gekommen. Mit seinen Kameraden fliegt er frohen Mutes in die Wüste, um dort festzustellen, dass Krieg nicht nur aus töten und sterben besteht.

Jarhead zeigt die nervenzerreibende Zeit der Soldaten, die sie mit Warten und Trainieren verbringen. Ich finde es gut, wie der Filme eine andere Seite des Krieges beleuchtet.

Mittwoch, 26. September 2012

40. Film: The Big Lebowski (1998)



"...Ich erwähn das weil es manchmal auch ein Mann gibt...ich würd nicht sagen ein Held, denn was ist schon ein Held? Aber manchmal da gibts ein Mann, ich rede hier von dem Dude, also manchmal da gibts nen Mann, das ist der richtige Mann am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. Der passt genau da hin. Und so einer war der Dude. In Los Angeles und das obwohl er ein total fauler Sack war, das war der Dude ohne Frage vielleicht sogar der faulste Sack in ganz Los Angeles und Umgebung wobei er unter den faulen Säcken weltweit einer der vordersten Plätze belegen würde."


Dies ist ein Film über einen riesen Chiller. Jeffrey Lebowski, gennant der Dude, ist arbeitslos, lebt in einer Bruchbude und liebt es mit seinen Freunden zu Bowlen. Sein Leben scheint ihm perfekt. Er hat sich alles so eingerichtet, wie er es mag und möchte nichts daran ändern. Nur blöd, dass es einen weiteren Lebowski gibt, der Millionär ist und mit dem er verwechselt wird. Durch die Namensverwechslung gerät der Dude in eine Entführung, bei der er die Geldübergabe machen soll. Bei dieser Übergabe geht aber natürlich alles drunter und drüber, sodass sich der Dude immer tiefer in die Scheiße reitet und allmählich gar nicht mehr so chillig drauf ist.

Ich finde die Szenen auf der Bowlingbahn klasse. Sie wirken wie ein witziger Einschub in die ernste Krimalgeschichte. Der Dude ist eine klasse Rolle, die eine chillige Atmosphäre verbreitet.

Dienstag, 25. September 2012

39. Film: Die WonderBoys (2000)


"Als ob es wichtig wäre, was ich denke. Es spielt keine Rolle, was irgendein Mensch denkt. 
Die meisten Menschen denken gar nicht."

Der Film handelt von dem Englischprofessor Grady Tripp und seinem Student James Leer. Beide sind hervorragende Schriftsteller. Der Unterschied ist nur, dass Grady einen Bestseller geschrieben hat und nun seit sieben Jahren nicht mehr weiter kommt und James ohne Punkt und Komma eine Geschichte nach der nächsten verfasst. Die beiden verbringen Zeit miteinander, weil James Grady erzählt, er würde im Bahnhof leben, worauf Grady ihm helfen möchte. Dabei hat dieser mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Seine Frau hat ihn verlassen, seine verheiratete Affaire ist Schwanger, eine Studentin ist total scharf auf ihn und sein schwuler Lektor will sein Buch sehen, das einfach kein Ende finden kann. Diese ganzen Probleme sind in einer kleinen Kriminalgeschichte eingebunden, die das ganze auf die Spitze treibt.

Witzig, spannend und poetisch erzählt der Film eine Geschichte von Gefühlschaos und Schreibblockaden, die vom Winde verweht werden.
 

Montag, 24. September 2012

38. Film: Prestige – Die Meister der Magie (2006)


Wer schon immer hinter die Kulissen eines Magiers schauen wollte, ist bei diesem Film genau richtig. Hier darf sogar in die Welten von zwei Zauberkünstler eingetaucht werden. Robert Angier und Alfred Borden sind zwei Erzfeinde, die darum kämpfen das größte Zauberkunststück aufzuführen und dadurch an Ansehen zu gewinnen. Was als kleine Rivalität begann, kennt igrendwann keine Grenzen mehr. Selbst der Tot wird von ihnen nicht mehr gescheut.

 "Das Geheimnis beeindruckt niemanden. Der Trick für den du es benutzt, der ist alles."

Der Film zeigt eine tragische Geschichte von zwei Männern, die sich in eine Sache so sehr versteifen, dass es kein Ausweg mehr geben kann. Auf ihrem Weg zum Ruhm verlieren sie alles und bemerken es nichteinmal. Das finde ich sehr gut dargestellt.
Ich finde die Kulisse des 19. Jahrhunderts klasse. Mit dem Film taucht man in eine Welt ein, die uns heutzutage fremd ist. Uns erscheint in Film und Fernsehn alles möglich, aber damals waren Zaubershows eines der wenigen Unterhaltungsmöglichkeiten dieser Art. Dadurch gewinnt die Handlung an Bedeutung. Am besten gefällt mir jedoch der Schluss, auf den es viele kleine Hinweise im Film gibt. Es ist auf jeden Fall interessant zu versuchen, des Rätsels Lösung zu entdecken.